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<title>Daʿwa</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Daʿwa</span></h1>
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<p><b>Daʿwa</b> (<a href="Arabische_Sprache" title="Arabische Sprache">arabisch</a> <bdo dir="ltr"><bdi dir="rtl" lang="ar" class="arabic spanAr" style="unicode-bidi:isolate;font-size:120%;">دَعْوَة</bdi></bdo>, <a href="DIN_31635" title="DIN 31635">DMG</a> <i><span lang="ar-Latn" style="font-style:italic">daʿwa</span></i>) ist ein arabischer Begriff, der allgemeinsprachlich ein weites Spektrum von Bedeutungen („Ruf, Aufruf, Einladung, Werbung, Propaganda, Anrufung, Segenswunsch“)<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> umfasst, im spezifischen Sinn aber heute zumeist den „Ruf zum <a href="Islam" title="Islam">Islam</a>“ bzw. „Ruf zu Gott“ in Form von missionarischer Aktivität bezeichnet. Eine Person, die Daʿwa durchführt, wird <i><a href="D%C4%81%CA%BF%C4%AB" title="Dāʿī">Dāʿī</a></i> oder <i>Dāʿiya</i> genannt, der zugehörige Plural ist <i>Duʿāt</i>. In der islamischen Geschichte gab es mehrere Daʿwa-Bewegungen, die mit politischen Herrschaftsansprüchen verbunden waren. Daʿwa im Sinne der Werbung für den Islam ist heute in zahlreichen Organisationen institutionalisiert. Einige davon, wie die <a href="Islamische_Weltliga" title="Islamische Weltliga">Islamische Weltliga</a> und die <a href="Muslimbruderschaft" class="mw-redirect" title="Muslimbruderschaft">Muslimbruderschaft</a>, operieren international.
</p>


<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Daʿwa_im_Koran"><span id="Da.CA.BFwa_im_Koran"></span>Daʿwa im Koran</h2></div>
<p>Der Begriff Daʿwa begegnet schon an mehreren Stellen im <a href="Koran" title="Koran">Koran</a>, hat dort allerdings vor allem die Bedeutung der Anrufung einer Gottheit durch den Menschen. So bekräftigt Gott in <a href="Sure_2" class="mw-redirect" title="Sure 2">Sure 2</a>:186, dass er „die Anrufung eines Anrufenden“ (<i>daʿwat dāʿin</i>) beantworten werde, und in <a href="Sure_13" class="mw-redirect" title="Sure 13">Sure 13</a>:14 wird erklärt, dass Gott allein die wahre Anrufung (<i>daʿwat al-ḥaqq</i>) gebührt, während die Anrufung anderer Wesen oder Naturgewalten nutzlos ist. In <a href="Sure_10" class="mw-redirect" title="Sure 10">Sure 10</a>:89 bestätigt Gott <a href="Moses_im_Islam" title="Moses im Islam">Mose</a> und <a href="H%C4%81r%C5%ABn" class="mw-redirect" title="Hārūn">Aaron</a>, dass ihr Bittgebet (<i>daʿwa</i>) erhört sei. In diesem Sinne ist das Wort gleichbedeutend mit dem arabischen Begriff <i><a href="Du%CA%BF%C4%81'" title="Duʿā'">duʿā'</a></i>, der von derselben Wortwurzel abgeleitet ist. Die Aussage in <a href="Sure_40" class="mw-redirect" title="Sure 40">Sure 40</a>:43, dass dem, wozu die <a href="Muschrik" title="Muschrik">beigesellenden</a> Mekkaner den Propheten aufrufen, „eine Anrufung weder im Diesseits, noch im <a href="Jenseits" title="Jenseits">Jenseits</a>“ zusteht (<i>laisa la-hū daʿwa fī d-dunyā wa-lā fī l-āchira</i>), soll wahrscheinlich ebenfalls die Machtlosigkeit der anderen Götter zum Ausdruck bringen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Gott" title="Gott">Gott</a> erscheint im Koran allerdings nicht nur als Adressat, sondern auch als Ausgangspunkt eines Rufs. In <a href="Sure_30" class="mw-redirect" title="Sure 30">Sure 30</a>:25 wird zum Beispiel die Erweckung der Toten aus den Gräbern durch Gott am Tag des <a href="J%C3%BCngstes_Gericht" title="Jüngstes Gericht">Jüngsten Gerichts</a> als „Ruf aus der Erde“ (<i>daʿwa min al-arḍ</i>) bezeichnet. Am Tag der <a href="Auferstehung" title="Auferstehung">Auferstehung</a> sollen diejenigen, die gefrevelt haben, Gott vergeblich um Aufschub bitten, um seinem Aufruf (<i>daʿwa</i>) Gehör schenken und seinem Gesandten Folge leisten zu können (<a href="Sure_14" class="mw-redirect" title="Sure 14">Sure 14</a>:44).
</p><p>Für das Verständnis der Daʿwa im Sinne <a href="Missionierende_Religion" title="Missionierende Religion">missionarischer Aktivität</a> sind andere Koranstellen wichtiger, in denen nicht das Nomen <i>daʿwa</i>, wohl aber das Verb <i>daʿā</i> („rufen“) vorkommt, von dem der Begriff abgeleitet ist. An verschiedenen Stellen aus <a href="Chronologie_des_Korans" class="mw-redirect" title="Chronologie des Korans">mittel- und spätmekkanischer Zeit</a> erscheint zunächst der Prophet <a href="Mohammed" title="Mohammed">Mohammed</a> als Rufer. So wird er in <a href="Sure_23" class="mw-redirect" title="Sure 23">Sure 23</a>:73 mit den Worten angesprochen: „Du rufst die Menschen auf einen geraden Weg“. Und in <a href="Sure_16" class="mw-redirect" title="Sure 16">Sure 16</a>:125 wird er aufgefordert: „Ruf (die Menschen) mit Weisheit und einer guten Ermahnung auf den Weg deines Herrn und streite mit ihnen auf eine möglichst gute Art“. In <a href="Sure_57" class="mw-redirect" title="Sure 57">Sure 57</a>, die ganz oder teilweise für mekkanisch gehalten wird,<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> heißt es, an die Menschen gerichtet: „Warum wollt ihr (denn) nicht an Gott glauben, wo doch der Gesandte euch dazu aufruft, an euren Herrn zu glauben“ (Sure 57:8). Umgekehrt gibt es aber auch einen „Ruf“ zum Schlechten. So bringt in Sure 40:41 der Gläubige aus dem Hause Pharaos seine Verwunderung darüber zum Ausdruck, dass er sein Volk zum Heil ruft, während dieses ihn zum Höllenfeuer ruft.
</p><p>In <a href="Sure_12" class="mw-redirect" title="Sure 12">Sure 12</a>:108, die der spätmekkanischen Zeit zugeordnet wird, wird der Ruf zu Gott zum ersten Mal als eine Aufgabe beschrieben, die nicht nur der Prophet erfüllt, sondern auch all diejenigen, die ihm folgen. An einer anderen Stelle, die etwa derselben Zeit entstammt, wird die Frage formuliert: „Wer hätte etwas Besseres zu sagen, als einer, der die Menschen zu Gott ruft, tut, was recht ist und sagt: ‚Ich bin (einer) von denen, die sich (Gott) ergeben haben‘?“ (<a href="Sure_41" class="mw-redirect" title="Sure 41">Sure 41</a>:33). Ein Koranwort, das der medinischen Zeit entstammt, beschreibt Daʿwa schließlich als eine der gesamten <a href="Umma" title="Umma">Umma</a> obliegende Aufgabe und hebt sie gleichzeitig auf eine moralische Ebene: „Aus euch soll eine Gemeinschaft (von Leuten) werden, die zum Guten aufrufen, gebieten, was recht ist und verbieten, was verwerflich ist. Denen wird es wohlergehen“ (<a href="Sure_3" class="mw-redirect" title="Sure 3">Sure 3</a>:104).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Daʿwa-Bewegungen_im_Mittelalter"><span id="Da.CA.BFwa-Bewegungen_im_Mittelalter"></span>Daʿwa-Bewegungen im Mittelalter</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_hāschimitische_Daʿwa"><span id="Die_h.C4.81schimitische_Da.CA.BFwa"></span>Die hāschimitische Daʿwa</h3></div>
<p>Die erste Daʿwa-Bewegung in der islamischen Geschichte entstand im frühen 8. Jahrhundert. In dieser Zeit versuchten die <a href="Haschimiten" title="Haschimiten">Banū Hāschim</a>, derjenige Clan aus dem mekkanischen Stamm <a href="Quraisch" title="Quraisch">Quraisch</a>, dem auch <a href="Mohammed" title="Mohammed">Mohammed</a> angehört hatte, die <a href="Umayyaden" title="Umayyaden">Umayyaden</a> von der Macht zu verdrängen, und bauten zu diesem Zweck ein weitgespanntes Propagandanetzwerk auf, das als <i>daʿwat Banī Hāschim</i> („<a href="Propaganda" title="Propaganda">Propaganda</a> der Haschimiten“) bezeichnet wurde. Die Werbeagenten (<i>duʿāt</i>), die die haschimitische Propaganda bis in die arabischen Garnisonen Ostirans trugen, operierten geheim und traten nur verdeckt mit Pseudonym auf. Die Werbung wurde im Namen eines noch Namenlosen betrieben, „desjenigen aus dem Hause Mohammeds, der Zustimmung findet“ (<i>ar-riḍā min āl Muḥammad</i>). Innerhalb der Banū Hāschim gab es zwei große Familien, die <a href="Abbasiden" class="mw-redirect" title="Abbasiden">Abbasiden</a> und die <a href="Aliden" title="Aliden">Aliden</a>. Ihre Werbeagenten arbeiteten teilweise zusammen, häufig aber auch gegeneinander.
</p><p>Ein Gedicht des Dichters Safwān al-Ansārī, das <a href="Al-Dsch%C4%81hiz" title="Al-Dschāhiz">al-Dschāhiz</a> zitiert, berichtet davon, dass um die Mitte des 8. Jahrhunderts auch Wāsil ibn ʿAtāʾ, der als der Gründer der <a href="Mu%CA%BFtazila" title="Muʿtazila">Muʿtazila</a> gilt, von <a href="Basra" title="Basra">Basra</a> aus Duʿāt in die verschiedenen Gebiete des islamischen Reiches (<a href="Kufa" title="Kufa">Kufa</a>, Arabische Halbinsel, Jemen, <a href="Chorasan" title="Chorasan">Chorasan</a>, Armenien und <a href="Maghreb" title="Maghreb">Maghreb</a>) entsandte.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seine Daʿwa verfolgte aber keine direkten politischen Ambitionen, sondern diente allein der Verbreitung seiner theologischen Lehre. Allerdings hatte Wāsil enge Beziehungen zu den Aliden in <a href="Medina" title="Medina">Medina</a>.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die hāschimitische Daʿwa brachte schließlich 749 die Familie der Abbasiden an die Macht.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Aliden gingen bei der Verteilung von Posten nach der abbasidischen Machtübernahme leer aus. Die Abbasiden beanspruchten die Macht vollständig für sich und ließen die Aliden verfolgen. Eine Rückbesinnung auf die Prinzipien der hāschimitische Daʿwa erfolgte erst unter dem abbasidischen Kalifen <a href="Al-Ma'm%C5%ABn" title="Al-Ma'mūn">al-Ma'mūn</a>. Er setzte im Jahre 817 den Aliden <a href="%CA%BFAl%C4%AB_ibn_M%C5%ABs%C4%81_ar-Rid%C4%81" title="ʿAlī ibn Mūsā ar-Ridā">ʿAlī ibn Mūsā ar-Ridā</a> als Thronfolger ein, um damit die Aliden mit den Abbasiden zu versöhnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schiitische_Daʿwa-Bewegungen"><span id="Schiitische_Da.CA.BFwa-Bewegungen"></span>Schiitische Daʿwa-Bewegungen</h3></div>
<p>Als nach der Machtübernahme von <a href="Al-Mutawakkil_(Abbaside)" title="Al-Mutawakkil (Abbaside)">al-Mutawakkil</a> nach 847 die Abbasiden wieder zu einer anti-alidischen Politik übergingen, begannen verschiedene <a href="Schia" title="Schia">schiitische</a> Gruppen mit neuen Daʿwa-Aktivitäten. Al-Hasan ibn Zaid, der „große Werber“ (<i>ad-dāʿī al-kabīr</i>) der <a href="Zaiditen" title="Zaiditen">Zaiditen</a>, gründete im Jahre 864 im nordiranischen <a href="Tabaristan" title="Tabaristan">Tabaristan</a> ein eigenes zaiditisches Imamat.
</p><p>Im letzten Viertel des 9. Jahrhunderts organisierte ein Mann namens ʿAbdallāh al-Akbar von <a href="Chusistan" class="mw-redirect" title="Chusistan">Chusistan</a> aus eine neue Daʿwa und sandte Werber aus, die Anhänger für den zu erwartenden <a href="Mahdi" title="Mahdi">Mahdi</a> werben sollten. In nur 25 Jahren – von etwa 875 bis 900 – knüpfte die neue daʿwa ein Netz von Zellen und Gemeinden, das die ganze islamische Welt von Nordafrika bis Südasien, vom Kaspischen Meer bis zum Jemen überspannte. Die Bewegung führte zunächst zu Aufständen in Syrien und im Irak und im Jahre 909 in Nordafrika zur Machtergreifung der <a href="Fatimiden" title="Fatimiden">Fatimiden</a>. Da <a href="Ism%C4%81%CA%BF%C4%ABl_ibn_Dscha%CA%BFfar" title="Ismāʿīl ibn Dschaʿfar">Ismāʿīl</a>, der Sohn des sechsten Imams <a href="Dscha%CA%BFfar_as-S%C4%81diq" title="Dschaʿfar as-Sādiq">Dschaʿfar as-Sādiq</a>, in der Anfangszeit dieser Daʿwa-Bewegung eine sehr wichtige Rolle gespielte, wurde die Bewegung insgesamt als <a href="Ismailiten" title="Ismailiten">Ismāʿīliyya</a> bezeichnet.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nachdem die Fatimiden 969 <a href="Kairo" title="Kairo">Kairo</a> erobert hatten, setzten sie von dort aus ihre Daʿwa-Aktivitäten fort. An die Spitze der inneren wie der äußeren Mission wurde ein Ober-Dāʿī gesetzt. Er hielt im Palast von Kairo allwöchentlich donnerstags öffentliche Lehrsitzungen ab, die sogenannten <i>madschālis al-hikma</i> („Sitzungen der Weisheit“), in denen die Adepten nach Ablegung des Gelübdes (<i>mīthāq</i>) in die ismailitische Geheimlehre eingewiesen wurden.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Außerhalb der Grenzen des Fatimidenreiches wurde die Daʿwa, die nach wie vor auf den Sturz des Bagdader Kalifen hinarbeitete, weiterhin <a href="Konspiration" title="Konspiration">konspirativ</a> betrieben. Ein Ergebnis dieser Daʿwa-Aktivitäten war es, dass 1047 im Jemen der Dāʿī ʿAlī ibn Muḥammad mit den <a href="Sulaihiden" title="Sulaihiden">Sulaihiden</a> eine neue den Fatimiden gegenüber loyale ismailitische Dynastie begründete und <a href="Sanaa" title="Sanaa">Sanaa</a> und <a href="Aden" title="Aden">Aden</a> in seine Gewalt brachte.
</p><p>Das Daʿwa-Netzwerk der Fatimiden erlebte ab dem 11. Jahrhundert einige Aufspaltungen. So trat im Jahre 1017 der ostiranische Dāʿī <a href="Hamza_ibn_Ali_ibn_Ahmad" class="mw-redirect" title="Hamza ibn Ali ibn Ahmad">Hamza ibn ʿAlī</a> mit der Behauptung auf, die Ära des Qāʾim (eschatologischer Herrscher) sei angebrochen und der regierende fatimdische Kalif <a href="Al-H%C4%81kim_bi-amr_All%C4%81h" class="mw-redirect" title="Al-Hākim bi-amr Allāh">al-Hākim bi-amr Allāh</a> sei Gott. Aus dieser Daʿwa-Bewegung, die auch auf zahlreiche Gebiete außerhalb des Fatimidenreiches ausgeweitet wurde, ging die Gemeinschaft der <a href="Drusen" title="Drusen">Drusen</a> hervor.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als im Jahre 1094 der Fatimidenkalif <a href="Al-Mustansir_(Fatimiden)" class="mw-redirect" title="Al-Mustansir (Fatimiden)">al-Mustansir</a> starb, spaltete die Frage seiner Nachfolge die ismailitischen Gemeinden. Der Kalif hatte seinen Sohn Nizār als künftigen Imam designiert, doch der Wesir und Armeechef <a href="Al-Afdal_Schahanschah" title="Al-Afdal Schahanschah">al-Afdal Schahanschah</a>, der eigentliche Lenker der ägyptischen Politik, erhob einen anderen Prinzen, seinen Schwiegersohn <a href="Al-Mustali" class="mw-redirect" title="Al-Mustali">al-Mustaʿlī</a> auf den Thron. Nizār floh nach Alexandria; seine bewaffnete Rebellion wurde jedoch niedergeschlagen, er selbst gefangen genommen und beseitigt. Die persischen Werber der Ismāʿīlīya unter Führung von <a href="Hasan-i_Sabb%C4%81h" title="Hasan-i Sabbāh">Hasan-i Sabbāh</a> lösten sich daraufhin von Kairo und begründeten eine neue Daʿwa (<i>daʿwa dschadīda</i>). Aus dieser Daʿwa-Bewegung, die auch stark nach Syrien und Indien wirkte, ging die Gemeinschaft der <a href="Nizariten" title="Nizariten">nizāritischen</a> Ismāʿīliten hervor.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Neben den Nizāriten existiert bis heute noch eine weitere ismāʿīlitische Gruppierung. Sie wird <a href="Musta%CA%BFl%C4%ABten" title="Mustaʿlīten">Mustaʿlī-Ṭayyibīya</a> bezeichnet und von einem „obersten Dāʿī“ (<i>dāʿī muṭlaq</i>) angeführt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Daʿwa_im_20._Jahrhundert"><span id="Da.CA.BFwa_im_20._Jahrhundert"></span>Daʿwa im 20. Jahrhundert</h2></div>
<p>Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Daʿwa-Gedanke wieder aufgegriffen und im Sinne eines Rufs zum Islam neu interpretiert. Schon 1911 gründete <a href="Rasch%C4%ABd_Rid%C4%81" title="Raschīd Ridā">Raschīd Ridā</a> auf der Nilinsel Roda bei <a href="Kairo" title="Kairo">Kairo</a> das „<a href="Haus_f%C3%BCr_Da%CA%BFwa_und_Rechtleitung" title="Haus für Daʿwa und Rechtleitung">Haus für Daʿwa und geistige Anleitung</a>“ (<i>Dār ad-daʿwa wa-l-iršād</i>). Es handelte sich um eine Schule, die vor allem von muslimischen Jungen aus <a href="Niederl%C3%A4ndisch-Indien" title="Niederländisch-Indien">Niederländisch-Indien</a> und der <a href="Swahili_(Gesellschaft)" title="Swahili (Gesellschaft)">Swahilibevölkerung</a> Ostafrikas besucht wurde.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hasan_al-Bannā_und_die_Muslimbruderschaft"><span id="Hasan_al-Bann.C4.81_und_die_Muslimbruderschaft"></span>Hasan al-Bannā und die Muslimbruderschaft</h3></div>
<p>Von grundlegender Bedeutung für die weitere Entwicklung des Daʿwa-Konzeptes war die 1935 veröffentlichte Schrift <i>Daʿwatu-nā</i> („Unsere Daʿwa“; 1935) von <a href="Hasan_al-Bann%C4%81" title="Hasan al-Bannā">Hasan al-Bannā</a>, dem Gründer der <a href="Muslimbruderschaft" class="mw-redirect" title="Muslimbruderschaft">Muslimbruderschaft</a>.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er rief hier zu einer islamischen Daʿwa auf, die alle Bereiche des Lebens umfassen sollte:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Höre, o Bruder. Unsere Daʿwa ist eine Daʿwa, die im weitesten Sinne ‚islamisch‘ ist, denn dieses Wort hat eine weitere Bedeutung, als es die Leute allgemein annehmen. Wir glauben nämlich, dass der Islam ein umfassendes Konzept ist, dass alle Bereiche des Lebens regelt, Aufschluss gibt zu jeder ihrer Angelegenheiten und dafür eine feste und präzise Ordnung vorgibt. [...] Ja, unsere Daʿwa ist islamisch mit allem, was das an Bedeutungen einschließt. Du kannst darunter verstehen, was Du willst, solange Du Dich bei Deinem Verständnis an das <a href="Koran" title="Koran">Buch Gottes</a>, die <a href="Sunna" title="Sunna">Sunna</a> des Gottesgesandten und die Lebensweise der Altvorderen (<i>salaf</i>) hältst.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>In der gleichen Schrift betonte al-Bannā, dass die Daʿwa auch mit modernen Mitteln wie Zeitungen, Theaterstücken, Filmen, Grammophon (<i>ḥākk</i>) und Radio (<i>miḏyāʿ</i>) erfolgen sollte.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zur Umsetzung dieses Programms richtete die Muslimbruderschaft ab 1936 eine spezielle Ausbildung für die <i>duʿāt</i>, also die <i>daʿwa</i>-Emissäre ein. Einmal im Jahr fand eine festliche Veranstaltung statt, bei der den Absolventen der Ausbildung ein Zertifikat (<i>risālat ḫiṭāb ad-daʿwa</i>) überreicht wurde, das sie zu daʿwa-Reisen auch im Ausland autorisierte. 1939 wurde diese Ausbildung weiter strukturiert und verschiedene Ausbildungsgrade für die <i>duʿāt</i> eingeführt.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Außerdem gab die Muslimbruderschaft ab den 1950er Jahren eine eigene Zeitschrift mit dem Titel <i>Daʿwa</i> heraus.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Internationalisierung_der_Daʿwa-Bewegung"><span id="Internationalisierung_der_Da.CA.BFwa-Bewegung"></span>Internationalisierung der Daʿwa-Bewegung</h3></div>
<p>Mit der 1962 in Mekka gegründeten <a href="Islamische_Weltliga" title="Islamische Weltliga">Islamischen Weltliga</a> wurde eine erste internationale Daʿwa-Organisation geschaffen. Die Weltliga betrachtet sich als Dachorganisation für die <i>daʿwa</i>-Vereine in den verschiedenen islamischen Ländern.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> De facto fungiert sie allerdings als religiös-politische Missionsorganisation des saudischen Staates und dient als Mittel zur Verbreitung der <a href="Wahhabiten" title="Wahhabiten">wahhabitischen</a> Version des Islams. Der Präsident der konstituierenden Versammlung ist immer der oberste <a href="Mufti" title="Mufti">Mufti</a> Saudi-Arabiens, und auch der Generalsekretär muss laut Satzung stets zu den „Söhnen des Landes“ gehören, d.&nbsp;h. aus Saudi-Arabien stammen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1967 gründeten ehemalige Führer der <a href="Masyumi" title="Masyumi">Masyumi</a>-Partei mit dem <a href="Indonesischer_Rat_f%C3%BCr_islamische_Da%CA%BFwa" title="Indonesischer Rat für islamische Daʿwa">Dewan Dakwah Islamiyah Indonesia (DDII)</a> die erste Daʿwa-Organisation Indonesiens. Sie lehnte sich stark an die Islamische Weltliga an.
</p><p>Die libysche Regierung gründete zur Verbreitung ihrer Version des Islams 1972 eine eigene Daʿwa-Organisation, die <a href="World_Islamic_Call_Society" title="World Islamic Call Society">World Islamic Call Society</a> mit Sitz in Tripoli.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Malaysia wurde 1974 eine Stiftung für Daʿwa, die <i>Yayasan Dakwah Islamiah Malaysia</i>, eingerichtet, die einige Jahre später eine halbamtliche Stellung erhielt. Das 1977 eröffnete „<a href="Internationale_Universit%C3%A4t_Afrikas#Geschichte" title="Internationale Universität Afrikas">Islamisch-afrikanische Zentrum</a> in <a href="Khartum" title="Khartum">Khartum</a>“ (<i>al-markaz al-islāmī al-ifrīqī bi-l-Ḫarṭūm</i>), eine Einrichtung der <a href="Sudan" title="Sudan">sudanesischen</a> Regierung, war speziell auf die Propagierung des Islams in Afrika ausgerichtet und wurde von mehreren arabischen Staaten finanziert.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie ging 1992 in der <a href="Internationale_Universit%C3%A4t_Afrikas" title="Internationale Universität Afrikas">Internationalen Universität Afrikas</a> auf.
</p><p>In der <a href="Elfenbeink%C3%BCste" title="Elfenbeinküste">Elfenbeinküste</a> führte die muslimische Jugendorganisation <i>Association des jeunes musulmans de Côte d’Ivoire</i> (AJMCI) ab 1993 mehrere „Daʿwa-Karawanen“ (<i>caravanes de daʿwa</i>) durch, bei der sich die jungen Muslime für eine begrenzte Zeit in die Dörfer begaben und dort den Menschen den Islam nahezubringen versuchten.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Akademisierung_der_Daʿwa"><span id="Akademisierung_der_Da.CA.BFwa"></span>Akademisierung der Daʿwa</h3></div>
<p>Analog zur christlichen <a href="Missionswissenschaft" title="Missionswissenschaft">Missionswissenschaft</a> entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den islamischen Ländern eine eigene universitäre Disziplin, die sich mit den Prinzipien und Strategien der Daʿwa befasst. Die erste akademische Institution, die die <i>daʿwa</i> ausdrücklich in den Mittelpunkt ihres Selbstverständnisses rückte, war die 1961 gegründete <a href="Islamische_Universit%C3%A4t_Medina" title="Islamische Universität Medina">Islamische Universität Medina</a>.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> An der ägyptischen <a href="Azhar_(%C3%84gypten)#Azhar-Universität" title="Azhar (Ägypten)">al-Azhar-Universität</a> wurde 1978 eine eigene „Fakultät für islamische Daʿwa“ (<i>kullīyat ad-daʿwa al-islāmīya</i>) gegründet, an der im Jahre 1992 1.400 Studenten eingeschrieben waren.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Später wurden noch an vielen anderen Universitäten, so zum Beispiel der <a href="Al-Quds-Universit%C3%A4t" title="Al-Quds-Universität">al-Quds-Universität</a> in Jerusalem, solche Daʿwa-Fakultäten eingerichtet.
</p><p>Außerdem fanden verschiedene akademische Daʿwa-Konferenzen statt. Die erste internationale Daʿwa-Konferenz wurde im Februar 1977 von Islamischen Universität in Medina ausgerichtet.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der in Qatar wirkende Rechtsgelehrte <a href="Yusuf_al-Qaradawi" title="Yusuf al-Qaradawi">Yusuf al-Qaradawi</a> verfasste zu diesem Anlass eine Abhandlung mit dem Titel <i>Ṯaqāfat ad-dāʿiya</i> („Die Bildung des Dāʿiya“). Darin behandelte er die verschiedenen Bildungsvoraussetzungen, die ein gläubiger Muslim haben muss, um erfolgreiche Missionsarbeit leisten zu können.
</p><p>Eine weitere wichtige internationale Daʿwa-Konferenz fand im Oktober 1987 in Mekka statt. Ziel der Konferenz, die von der Islamischen Weltliga organisiert wurde, war es, die Zukunft der Daʿwa und ihre Bedeutung für die Entwicklung der islamischen Welt zu diskutieren. Die Konferenzbeiträge wurden 1989 in London veröffentlicht.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Daʿwa_in_westlichen_Ländern"><span id="Da.CA.BFwa_in_westlichen_L.C3.A4ndern"></span>Daʿwa in westlichen Ländern</h3></div>

<p>Eine der ersten Daʿwa-Organisationen in den westlichen Ländern war die 1963 von Anhängern der pakistanischen <a href="Jamaat-e-Islami" title="Jamaat-e-Islami">Jamaat-i Islami</a> gegründete <a href="UK_Islamic_Mission" title="UK Islamic Mission">UK Islamic Mission</a> in London.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Maududi" class="mw-redirect" title="Maududi">Maududi</a>, der Gründer der Jamaat-i Islami, meinte, dass Muslime, die in Großbritannien leben, „Botschafter des Islams“ sein sollten, befürwortete aber eine sanfte, indirekte Daʿwa-Strategie.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine ähnliche Position nahm <a href="Ismail_al-Faruqi" title="Ismail al-Faruqi">Ismail al-Faruqi</a> ein, der 1985 bei der Jahreskonferenz der UK Islamic Mission eine Rede hielt, in der er sich speziell mit den Strategien zur Verbreitung des Islams im Westen befasste. Er sah die Familie als das wirksamste Instrument für die Daʿwa im Westen an und forderte die Muslime auf, jede Woche einen Nicht-Muslim nach Hause einzuladen, um ihn so mit den islamischen Werten bekannt zu machen. Die Rede wurde 1986 von der UK Islamic Mission veröffentlicht.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Khurram_Murad" title="Khurram Murad">Khurram Murad</a>, der 1978 Leiter der <a href="The_Islamic_Foundation" title="The Islamic Foundation">Islamic Foundation</a> in <a href="Leicester" title="Leicester">Leicester</a> wurde, veröffentlichte 1986 ein Buch speziell über Daʿwa unter Nicht-Muslimen im Westen. Darin beschrieb er, dass das wichtigste Ziel bei der Daʿwa nicht die Gewinnung eines Streits, sondern die Gewinnung und Aktivierung eines Herzens sei.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Koranverteilungskampagne" title="Koranverteilungskampagne">Koranverteilungskampagne</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<p><b>Islamische Daʿwa-Literatur</b>
</p>
<ul><li><a href="Hasan_al-Bann%C4%81" title="Hasan al-Bannā">Hasan al-Bannā</a>: <i>Daʿwatu-nā</i> („Unsere Daʿwa“). Kairo 1935. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.2muslims.com/directory/Detailed/227082.shtml">Englische Übersetzung</a>.</li>
<li><a href="Ismail_al-Faruqi" title="Ismail al-Faruqi">Ismail al-Faruqi</a>: <i>The Path of Da'wah in the West.</i> UK Islamic Mission, London, 1986.</li>
<li><a href="Khurram_Murad" title="Khurram Murad">Khurram Murad</a>: <i>Da'wah among Non-Muslims in the West: Some Conceptual and Methodological Aspects.</i> The Islamic Foundation, Leicester, 1986.</li></ul>
<p><b>Studien</b>
</p>
<ul><li>Dirk Bakker: „Daʿwah, missionarische Mobilisierung des Islams in Indonesien“ in <i>Evangelische Missions-Zeitschrift</i> 26 (1969) 121–136.</li>
<li>Marius Canard: Art. „Daʿwa“ in <a href="The_Encyclopaedia_of_Islam._New_Edition" class="mw-redirect" title="The Encyclopaedia of Islam. New Edition">The Encyclopaedia of Islam. New Edition</a>. Bd. II, 168–170.</li>
<li>Abbas Hamdani: „Evolution of the Organizational Structure of the Fatimi Daʿwah“ in <i>Arabian Studies</i> 3 (1976) 85–114.</li>
<li>Hanspeter Mattes: <i>Die innere und äußere Mission Libyens.</i> Mainz 1986.</li>
<li>René Otayek: <i>Le radicalisme islamique au sud du Sahara. </i>Da'wa<i>, arabisation et critique de l'Occident</i>. Karthala, Paris, 1993. (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=lPJOoB-JysUC&amp;printsec=frontcover#v=onepage&amp;q&amp;f=false">Voransicht auf Google Books</a>)</li>
<li>Larry Poston: <i>Islamic Daʿwah in the West: Muslim Missionary Activity and the Dynamics of Conversion to Islam.</i> Oxford 1992.</li>
<li>Egdunas Račius: <i>Muslim missionary activities between religion and politics: the multiple nature of the Islamic daʿwa.</i> University of Helsinki, Helsinki, 2004.</li>
<li><a href="Hansj%C3%B6rg_Schmid" title="Hansjörg Schmid">Hansjörg Schmid</a>, Ayşe Başol-Gürdal, <a href="Anja_Middelbeck-Varwick" title="Anja Middelbeck-Varwick">Anja Middelbeck-Varwick</a>, <a href="B%C3%BClent_Ucar" class="mw-redirect" title="Bülent Ucar">Bülent Ucar</a> (Hrsg.): <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.theologisches-forum.de/zeugnis-einladung-bekehrung-mission-in-christentum-und-islam/"><i>Zeugnis, Einladung, Bekehrung. Mission in Christentum und Islam</i></a>. (= <a href="Theologisches_Forum_Christentum-Islam" class="mw-redirect" title="Theologisches Forum Christentum-Islam">Theologisches Forum Christentum-Islam</a> 2010), Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7917-2322-8.</li>
<li>Paul E. Walker: Art. „Daʿwah. Qurʾānic Concepts“ in <a href="John_L._Esposito" title="John L. Esposito">John L. Esposito</a> (Hrsg.): <i>The Oxford Encyclopedia of the Islamic World</i>. 6 Bde. Oxford 2009. Bd. II, S. 32–36.</li>
<li>Nina Wiedl: <i>Da'wa – Der Ruf zum Islam in Europa.</i> Berlin: Verlag Hans Schiler 2008, ISBN 3-89930-228-1.</li>
<li><a href="Henning_Wrogemann" title="Henning Wrogemann">Henning Wrogemann</a>: <i>Missionarischer Islam und gesellschaftlicher Dialog. Eine Studie zur Begründung und Praxis des Aufrufs zum Islam.</i> Frankfurt/Main 2006.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Hans Wehr: <i>Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart</i>. Harrasowitz Verlag, 1985. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/stream/26387126HansWehrArabischesWorterbuch/26387126-Hans-Wehr-Arabisches-Worterbuch#page/n417/mode/1up">S. 392</a></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. die Übersetzung des betreffenden Verses durch Paret.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Theodor_N%C3%B6ldeke" title="Theodor Nöldeke">Theodor Nöldeke</a>: <i>Geschichte des Qorāns</i>. Bd. 1: <i>Über den Ursprung des Qorāns</i>. Leipzig 1909. S. 195. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/publicdomain/content/pageview/278837">Digitalisat</a></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Josef_van_Ess" title="Josef van Ess">Josef van Ess</a>: <i>Theologie und Gesellschaft im 2. und 3. Jahrhundert Hidschra. Eine Geschichte des religiösen Denkens im frühen Islam.</i> 6 Bde. Berlin-New York 1991–1997. Bd. II, S. 310–316.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. van Ess 248–253.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. dazu Moshe Sharon: <i>Black banners from the East</i>. Jerusalem 1983.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. dazu <a href="Heinz_Halm" title="Heinz Halm">Heinz Halm</a>: <i>Die Schia</i>. Darmstadt 1988. S. 198–205.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Halm 211f und Hamdani.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Halm 219–224.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Halm 225–232.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Ignaz Goldziher: <i>Die Richtungen der islamischen Koranauslegung</i>. Leiden 1920. S. 344f.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Zur Datierung vgl. Israel Gershoni u. James Jankowski: <i>Redefining the Egyptian Nation, 1930-1945</i>. Cambridge 1995. S. 235.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a rel="nofollow" class="external free" href="http://www.2muslims.com/directory/Detailed/227082.shtml#our_islam">http://www.2muslims.com/directory/Detailed/227082.shtml#our_islam</a></span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <i>Daʿwatu-nā</i> in <i>ar-Rasā'il ath-thalāth</i>. Kairo: Dār aṭ-ṭibāʿa wa-n-našr ca. 1977. <a rel="nofollow" class="external free" href="http://www.2muslims.com/directory/Detailed/227082.shtml#methods">http://www.2muslims.com/directory/Detailed/227082.shtml#methods</a> (hier ist das Grammophon nicht übersetzt).</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Wrogemann 106f.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Schulze: <i>Islamischer Internationalismus</i>. 1990, S. 204f.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Schulze: <i>Islamischer Internationalismus</i>. 1990, S. 213–265.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. dazu Mattes.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. dazu Nicole Grandin: <i>Al-Merkaz al-islami al-ifriqi biʿl-Khartoum. La République du Soudan et la propagation de l’Islam en Afrique Noire (1977-1991)</i>. In: Otayek 97–120.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. dazu Marie Miran: <i>Islam, histoire et modernité en Côte d’Ivoire</i>. Karthala, Paris, 2006. S. 387–389.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. dazu Reinhard Schulze: <i>Islamischer Internationalismus im 20. Jahrhundert. Untersuchungen zur Geschichte der Islamischen Weltliga</i>. Leiden 1990. S. 158.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Malika Zeghal: <i>Gardiens de l'Islam. Les oulémas d'al Azhar dans l'Égypte contemporaine.</i> Paris 1996. S. 175.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. al-Qaraḍāwī: <i>Ṯaqāfat ad-dāʿiya</i>. Muʾassasat ar-Risāla, Beirut, 1978. S. 7.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Beyond frontiers: Islam and contemporary needs. International Islamic Conference Dawa and Development of the Muslim World; the future perspective; 17-21 Safar 1408 / 11-15 October 1987.</i> Hg. Merryl Wyn Davies. Mansell, London 1989.</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. dazu Humayun Ansari: <i>The Infidel within. Muslims in Britain since 1800.</i> Hurst &amp; Company, London, 2004. S. 349.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Ali Köse: <i>Conversion to Islam. A Study of Native British Converts.</i> Kegan Paul International, London &amp; New York, 1996. S. 26.</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Köse: <i>Conversion to Islam.</i> 1996. S. 25.</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Köse: <i>Conversion to Islam.</i> 1996. S. 29 f.</span>
</li>
</ol></div>
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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4846748-0">4846748-0</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh85035941">sh85035941</a></span> </div>
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